Predigten von P. Martin Löwenstein SJ

Die Schöpfungserzählung (Genesis 1) erzählt für Kinder und gelesen mit Kindern (ca 9 Jahre alt)

2. Dezember 2012 - Erstkommunionkurs am Kleinen MIchel in Hamburg

Die Geschichte von Gott, der alles macht, damit wir leben können.
(Die Kinder lesen reihum)

  • Bevor es irgend etwas gibt, gibt es schon Gott.
    Gott kennt keine Tage und keine Jahre.
    Gott ist ewig.
  • Gott will, dass es etwas anderes gibt, als nur ihn selbst.
    Das bedeutet: Gott ist Liebe.
    Wer nicht liebt, will nur sich selbst.
    Wer liebt, will dass es auch Andere gibt.
    Also fängt Gott an, alles zu erschaffen.
  • Am ersten Tag macht Gott Himmel und Erde.
    Die gibt es nicht,
    ohne dass Gott es will.
    Der Himmel, das ist alles, was unsichtbar ist.
    Die Erde, das ist alles, was wir sehen können,
    auch das Weltall.
  • Zunächst ist die Erde noch ein dunkles Durcheinander.
    Da kann man nicht leben.
    Deswegen ist es wichtig,
    dass es Tag und Nacht gibt.
    Am Tag können wir etwas machen,
    in der Nacht können wir schlafen.

alle: Das war der erste Tag.
Und Gott findet das ziemlich gut!

  • Am zweiten Tag macht Gott das Wasser.
    Es soll einmal festes Land geben,
    auf dem einmal Menschen wohnen können.
    Und das Meer soll es geben für die Fische und die Schiffe.
  • Und dann muss auch noch dafür gesorgt werden,
    dass es manchmal regnet, damit Wasser auf die Erde kommt.
    Nur so kann etwas wachsen.
    Deswegen gibt es Wasser im Meer
    und Wasser das als Regen herabkommt.

alle: Das war der zweite Tag.
Und Gott findet das ziemlich gut!

  • Am dritten Tag kümmert sich Gott um die Erde.
    Es soll nicht überall Wasser geben.
    Damit da einmal Menschen leben können,
    braucht es trockenes Land.
  • Und weil es ja schon Regen gibt,
    kann auf dem Land allerlei wachsen:
    Blumen, Bäume und all die Pflanzen,
    die man essen kann.

alle: Das war der dritte Tag.
Und Gott findet das ziemlich gut!

  • Am vierten Tag bringt Gott Ordnung in die Sache.
    Es gibt das Meer.
    Aber man kann sich dort leicht verfahren.
    Es gibt schon die Bäume und die Pflanzen,
    aber das ist noch ein Urwald.
  • Deswegen hängt Gott Lichter oben an den Himmel,
    Sonne, Mond und Sterne.
    Dann wissen die Menschen, wann es Tag und Nacht ist.
    Und wenn sie sich verlaufen haben,
    können sie nach den Sternen ihren Weg finden.
  • Okay, wir wissen,
    dass die Sterne eigentlich auch Sonnen sind,
    die nur ganz weit weg sind,
    und nicht Lichter,
    die da oben am Himmel hängen.
    Aber die Bibel will ja auch nur sagen:
    Das ist ganz praktisch und hilfreich,
    was Gott da gemacht hat.
    Und so was kann nur Gott machen.

alle: Darum findet das Gott auch ziemlich gut.
Das war der vierte Tag.

  • Am fünften Tag kommt Schwung in die Welt.
    Für das Meer hat Gott die Fische geschaffen.
    Am Himmel können die Vögel herumfliegen.
    Gott hat alle Lebewesen geschaffen.
    Ohne Gott würden die Vögel vom Himmel fallen,
    und auch die Fische könnten nicht leben.
  • Gott aber will, dass es eine Erde gibt,
    auf der wir Menschen leben können.
    Darum hat er alles geschaffen.

alle: So weit der fünfte Tag.
Und Gott findet das ziemlich gut!

  • Am sechsten Tag kommen wir Menschen in's Spiel.
    Jetzt ist alles vorbereitet,
    damit auf der Erde Lebewesen herumlaufen können.
    So hat Gott die Tiere geschaffen und den Menschen.
  • Ein wenig sind die Menschen auch wie Tiere.
    Viele Sachen sind beim Menschen und bei den Tieren ähnlich.
    Aber dem Menschen hat Gott Verstand gegeben,
    auch wenn der Mensch manchmal ziemlich dumme Sachen macht.
    Und Gott hat dem Menschen Geist gegeben,
    die Fähigkeit zu lieben,
    und allen Dingen einen Namen zu geben.
    Das können Tiere nämlich nicht.
  • Vor allem aber hat Gott nicht nur einen Menschen geschaffen.
    Er hat uns als Mann und Frau erschaffen,
    denn Gott findet die Liebe gut.
    Und so kann es ganz viele Menschen geben,
    Große und Kleine, Mädchen und Jungen, Männer und Frauen
    Menschen mit heller Haut und mit dunkler
    und die auch sonst ganz verschieden ist.
    Denn Gott will nicht, dass es langweilig ist.

alle: So weit der sechste Tag.
Alles geschafft.
Und Gott findet das ziemlich gut!

  • Am siebten Tag atmet Gott ganz tief durch.
    Gott hat die Welt geschaffen, damit wir glücklich leben können.
    Deswegen hat Gott gezeigt:
    Man kann auch mal Pause machen.
    Wir feiern das jeden Sonntag.
  • Und danach geht das Leben auf der Erde los.
    Diese ganze Welt hat Gott den Menschen anvertraut.
    Denn Gott glaubt an uns.
    Gott vertraut uns.

alle: Und auch das findet Gott ziemlich gut.
Das war der siebte Tag.

  • In der Schule lernen wir,
    dass das alles viel komplizierter ist
    und viel länger gedauert hat,
    bis die Erde so aussah,
    dass wir hier leben können.
  • Aber nur die Bibel erzählt uns,
    was das bedeutet:
    Alles um uns herum gibt es,
    weil Gott uns liebt.