Universitätsgottesdienst St. Ignatius, 3. April 2005 IHS - Jesuiten
1. Lesung Apg 02,42-47
2. Lesung 1 Petr 01,03-09
Evangelium Joh 20,19-31

Was seit Freitag in Rom, Krakau und rund um den Globus geschieht, ist kein Personenkult. In seinem Sterben macht Johannes Paul II. als Papst das, was er so unzählige Male auch auf seinen Reisen und in Rom getan hat: Er führt Menschen zum Gebet zusammen. "Stärke deine Brüder" ist der Auftrag des Herrn an Petrus. Gerade in dem er uns teilhaben lässt an seiner Krankheit und seinem Sterben hat mich der Hl. Vater in meinem Glauben gestärkt. Gott nehme ihn auf in seiner Gnade.

1. Der Papst

2. Christen

3. Heute


Fürbitten

P: Du, Herr Jesus Christus, hast uns als deine Kirche zusammen geführt. Zu dir beten wir:

V: Nimm unseren Heiligen Vater, Papst Johannes Paul, auf in deine Herrlichkeit und vergilt ihm das Gute, das er in deiner Kirche gewirkt hat. - Christus, höre uns.
A: Christus erhöre uns.

V: Lass die Botschaft des Glaubens und die Ermutigung besonders der jungen Christen, die er wirken durfte, auch nach seinem Tode wirksam sein - Christus, höre uns.
A: Christus erhöre uns.

V: Schenke den Kardinälen und allen Verantwortlichen in reichem Maße deinen Heiligen Geist in dieser Zeit, in der die Kirche vor einem neuen Pontifikat steht. Christus, höre uns.
A: Christus erhöre uns.

V: Schenke deiner Kirche, dass die Treue zur Lehre der Apostel, die Bereitschaft zum Teilen und das gemeinsame Gebet in unserer Zeit wachsen - Christus, höre uns.
A: Christus erhöre uns.

V: Lass die Einsamen und alle, die Not und Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben hat, Gastfreundschaft in unsern Häusern erfahren - Christus, höre uns.
A: Christus erhöre uns.

P: Christus hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen. Ihm vertrauen wir uns an in unseren Gebeten, in dieser Stunde und alle Zeit.
A: Amen.

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Martin.Loewenstein@Jesuiten.org

Anmerkung

(1) Ich gehe davon aus, dass die Apostelgeschichte vor dem Martyrium des Hl. Paulus (ca 67 n.Chr.) geschrieben wurde! Es wäre m.E. unverständlich, warum Lukas dieses nicht berichtet, wenn er nach Pauli Tod dessen Geschichte verfasst hätte. Die dazu vorgebrachten Begründungen haben mich nicht überzeugt. Eine spätere Datierung hängt doch letztlich allein an dem dünnen Faden, ob man die Ankündigung der Zerstörung Jerusalems im Lukasevangelium zwingend als nach der Zerstörung verfasst ansieht - und dies allein deswegen, weil dort Belagerungstechniken geschilderten werden, die 70 n.Chr. tatsächlich zum Einsatz kamen. Diese Techniken waren aber in der Antike durchaus üblich.